In einem feierlichen Gottesdienst hat unsere Kirchengemeinde am Sonntag, dem 23. November 2025, ihren neuen leitenden Pfarrer und Propst begrüßt. Unter großer Beteiligung zahlreicher Vereine, Gruppen, Weggefährten, Gemeindemitglieder, Mitarbeiter sowie vieler Mitbrüder im priesterlichen Dienst wurde Christoph Schwerhoff durch Weihbischof Wilfried Theising in sein Amt eingeführt. Mit dem Verlesen der Ernennungsurkunde und der Übergabe des Propstkreuzes wurde der feierliche Moment kirchenrechtlich besiegelt.
In seiner Predigt betonte Propst Schwerhoff, wie sehr er sich freue, nun „endlich loslegen zu können“ und gemeinsam mit der lebendigen Gemeinde vor Ort die Zukunft zu gestalten. Dabei stellte er die zentrale Frage des Christkönigssonntags in den Mittelpunkt: „Was steht für dich an erster Stelle? Worauf richtest du dein Leben aus, was ist dein Gravitationspunkt?“ Diese Frage gelte, so Schwerhoff, nicht nur jeder und jedem Einzelnen, sondern ebenso der gesamten Gemeinde im Vechta und im Oldenburger Münsterland.
Mit Blick auf das Evangelium hob er hervor, wie sehr Christus als König alle gängigen Erwartungen durchbricht: „Man erwartet Macht – und sieht Ohnmacht. Man erwartet die Krone – und sieht Dornen. (…) Gottes Macht ist Barmherzigkeit.“ Gerade darin zeige sich die Würde jedes Menschen, die niemand verlieren könne.
Für seinen eigenen Dienst unterstrich Propst Schwerhoff die dienende Dimension des Amtes: „Ich bin nicht hier, um eine Würde nach außen zu tragen. Ich bin hier, um eine große Botschaft mit euch zu teilen: den Glauben zu verkünden, Menschen zu stärken, die Schwachen im Blick zu behalten und mitten in der Stadt Zeichen der Hoffnung zu setzen.“
Wertschätzend blickte er auf die gewachsene christliche Verantwortung und die vielfältigen kirchlichen Orte in der Stadt, an denen „Gott längst Spur gelegt hat“. Besonders hob er die Bedeutung einer lebendig gefeierten Liturgie hervor: „Eine Gemeinde, die Gott schön feiert, zieht Menschen an. Schönheit ist eine Form der Verkündigung.“
Mit einem Augenzwinkern und Humor blickte Propst Schwerhoff auf die Zukunft in der Gemeinde: Die einzige Krönung,
die ihn in Vechta möglicherweise erwarte, sei die „zum Kohlkönig“. Und er freue sich schon jetzt auf zahlreiche Begegnungen bei Kohlessen und vielen anderen Gelegenheiten.
Nach dem Gottesdienst folgte ein Empfang im Rathaus der Stadt Vechta Rathaus. Die Pfarreiratsvorsitzende Ulrike Böske, Bürgermeister Kristian Kater und der evangelische Pastor Andreas Technow richteten herzliche Grußworte an den neuen Propst. In ökumenischer Verbundenheit spendete Pastor Technow zudem den Segen.
Der Gottesdienst und die anschließende Feier machten deutlich: Die Gemeinde heißt ihren neuen Propst mit großer Wertschätzung, Freude und Hoffnung willkommen. Möge der gemeinsame Weg von der Botschaft geprägt sein, zu der Propst Schwerhoff am Ende seiner Predigt einlud: „Lasst uns gemeinsam einüben, was unser Christsein vertiefen und bereichern kann: die Kunst, Gott zu feiern – in der Kirche und weit darüber hinaus.“ (DR/Fotos: Johannes Hörnemann)
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